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Geschichte des Naturschutzes in Deutschland
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Die Geschichte des Naturschutz in Deutschland lässt sich nicht auf einen Ursprung reduzieren, da der Naturschutzgedanke im 18. und 19. Jahrhundert von vielen geisteswissenschaftlichen Strömungen wie dem Utilitarismus oder dem Naturalismus aber auch von Religionen beeinflusst wurde. Als erster Akt des praktischen Naturschutzes kann die Unterschutzstellung des ersten Naturschutzgebietes in Deutschland im Jahr 1836 angesehen werden.
Wichtige Ereignisse:
1836: Erwerb des Drachenfelses zum Schutze der Natur durch die preußische Regierung, es ist das erste Naturschutzgebiet in Deutschland.
1852: die Teufelsmauer im Harz wird als Schutzgebiet ausgewiesen.
1875: das preußische Schutzwaldgesetz wurde erlassen; der Deutsche Verein zum Schutz der Vogelwelt wurde gegründet
1876: erster Entwurf für ein Reichsvogelschutzgesetz wurde erarbeitet
1888: der Begriff Naturschutz wurde durch Ernst Rudorff eingeführt; das Reichsvogelschutzgesetz wird verabschiedet
1899: der Deutsche Bund für Vogelschutz wird von Lina Hähnle gegründet, aus ihm geht der heutige Naturschutzbund Deutschland hervor
1902: erstes Landschaftsschutzgesetz für Preußen
1904: der "Bund für Heimatschutz" wurde gegründet
1906: staatliche Stelle für Naturdenkmalpflege wurde in Preußen eingerichtet; Hugo Conwentz als Leiter
1921: der Naturschutzpark "Lüneburger Heide" wird gegründet, er geht aus einer privaten Initiative (Verein Naturschutzpark e.V.) hervor die bereits seit 1910 Heideflächen aufkaufte
1935: das Reichsnaturschutzgesetz tritt in Kraft; es bildet die Grundlage für alle späteren Naturschutzgesetze in Deutschland
1954: das Naturschutzgesetz der DDR wird verabschiedet
1961: der WWF wurde gegründet
1970: Europäisches Naturschutzjahr; mit dem Nationalpark Bayerischer Wald entsteht der erste deutsche Nationalpark; das Bayrische Umweltministerium wird eingerichtet
1972: der Club of Rome veröffentlicht Die Grenzen des Wachstums und erregt großes öffentliches Interesse am Naturschutz
1974: das Umweltbundesamt entsteht
1975: mit dem Bund für Umwelt und Naturschutz entsteht der erste bundesweite Naturschutzverband
1976: das Bundesnaturschutzgesetz wird erlassen; Deutschland ratifiziert das Washingtoner Artenschutz-Übereinkommen und tritt der Ramsar-Konvention bei
1977: erste Rote Listen für Tiere und Pflanzen in der Bundesrepublik werden veröffentlicht
1985: Schutzgebiete nehmen ca. 1% der Fläche der BRD ein
1986: das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit wird ca. 5 Wochen nach der Reaktorkatastrophe Tschernobyl gegründet
1987: Verkündigung des neuen Bundesnaturschutzgesetzes
1992: das Natura 2000 Netzwerk wird gegründet
1993: Gründung des Bundesamtes für Naturschutz (BfN), es geht aus der Bundesforschungsanstalt für Naturschutz und Landschaftspflege der ehem. BRD und den Einrichtungen des Naturschutzes der ehem. DDR hervor
1998: Novellierung des Bundesnaturschutzgesetzes
2002: bis heute letzte Novellierung des Bundesnaturschutzgesetzes
(Quelle: Wikipedia® ist eine registrierte Marke der Wikimedia Foundation Inc.;Ihr Inhalt steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation.)
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Naturschutzgesetze in Deutschland:
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Bundesnaturschutzgesetz
Naturschutzgesetze der Länder
Begriffe (Deutschland: §§ des Bundesnaturschutzgesetzes)
Naturschutzgebiet (Deutschland: § 23)
Nationalpark (Deutschland: § 24, Schweiz: Nationalparkgesetz)
Biosphärenreservat (Deutschland: § 25)
Landschaftsschutzgebiet (Deutschland: § 26)
Naturpark (Deutschland: § 27)
Naturdenkmal (Deutschland: § 28)
Geschützte Landschaftsbestandteile (Deutschland: § 29)
Gesetzlich geschützter Biotop (Deutschland: § 30)
Moorlandschaften (Schweiz: NHG Art. 23)
Europäisches Recht
Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie (FFH-Richtlinie)
Vogelschutzrichtlinie
Internationale Abkommen:
MAB-Programm (1970) - UNESCO-Programm „Der Mensch und die Biosphäre“
CITES (Washingtoner Artenschutzabkommen, 1973) - Übereinkommen über den Handel mit gefährdeten Arten freilebender Tiere und Pflanzen
Helsinki Konvention (1974) - Übereinkommen zum Schutz der Meeresumwelt und der Ostseegebiete
Liste des Weltkultur- und Naturerbes der Menschheit (1975)- UNESCO-Konvention zum Schutz des Kultur- und Naturerbes der Welt
Ramsar-Konvention (1975) - Übereinkommen zum Schutz von Feuchtgebieten, insbesondere als Lebensraum für Watt- und Wasservögel, von internationaler Bedeutung
Berner Konvention (1979) - Europäisches Artenschutzübereinkommen
Bonner Konvention (1979) - Übereinkommen zur Erhaltung der wandernden wildleben Tierarten
Alpenkonvention (1991) - Übereinkommen zum Schutz der Alpen
Konvention von Rio (1992) - Übereinkommen über die biologische Vielfalt
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Wissenschaftliche Literatur
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Harald Plachter: Naturschutz. Gustav Fischer, Stuttgart und Jena 1991, ISBN 3-437-20456-4
Arne Andersen: Heimatschutz. Naturschutzbewegung. In: F.-J. Brüggemeier/Th. Rommelspacher. Besiegte Natur. Geschichte der Umwelt im 19. und 20. Jahrhundert. Beck, München 1986, S. 143-157
Populärwissenschaftliche Literatur
Wolf-Eberhard Barth: Naturschutz: Das Machbare. Praktischer Umwelt- und Naturschutz für alle. Ein Ratgeber. Paul Parey, Hamburg 1995, ISBN 3-490-11418-3
Johannes M. Waidfeld: Wachstum, der Irrtum; Wohlstand, eine gesellschaftliche Betrachtung. Fischer & Fischer Medien AG, Frankfurt 2005, ISBN 3-89950-076-8
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anerkannter Naturschutzverband
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Moorschutz im brandenburgischen Wald
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